Essen ist mehr als eine reine Funktion -> Interaktion und Kommunikation

Vorrübergehende Fütterstörungen treten häufig auf, sowohl bei frühgeborenen Kindern und bei Kindern, die mit Behinderungen oder Entwicklungsbeeinträchtigungen zur Welt kommen, als auch bei Kindern, die sich normal entwickeln. Zur Fütterstörung werden sie dann, wenn sie über einen längeren Zeitraum (> 1 Monat) andauern und das Füttern, bzw. die Mahlzeit ab dem 3. Lebensmonat länger als 45 Minuten in Anspruch nimmt.

Fütterstörungen beginnen im ersten Lebenshalbjahr und treten oft kombiniert mit Schrei- und Schlafproblemen auf. Fütterprobleme können auch organische Ursachen haben, wie zum Beispiel Chronische Erkrankung,  Lebensmittelallergien oder Störungen der Appetitregulation.

Orofazialstörung (Myofunktionellestörung) ...

... bezeichnet sowohl alle Auffälligkeiten im Mund- und Gesichtsbereich, als auch neurologisch bedingte Störungen der Nahrungsaufnahme. Dabei können das Abbeißen, Kauen, Schlucken, sowie die Mundreflexe, der Muskeltonus und die Sensibilität im Mundraum betroffen sein. 

Symptome...

...bei Säuglingen

  • keine  Gewichtszunahme
  • Stillen nur im Halbschlaf
  • Füttern nur mit Ablenkung
  • tägliches Erbrechen oder Würgen ohne organische Ursache
  • kein Appetit / Nahrungsverweigerung
  • Kau- und Schluckprobleme
  • Füttersituation zu lange (mehr als 45 Minuten)
  • zu kurzer Abstand zwischen den Mahlzeiten

...bei Kleinkindern

  • wenig Appetit bei großem Nahrungsangebot
  • ständige Nahrungsverweigerung
  • Bevorzugen breiiger Nahrung
  • kindliches Essverhalten nicht altersadäquat
  • Essen nur mit Ablenkung, "Theater"
  • kein Anzeichen von Hunger oder Sättigung

Copyright © 2015. All Rights Reserved.